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The Legends Golf Resort

Heathland at the Legends Golf Resort: Das Erstlingswerk von Tom Doak

Superlative sind in den USA ja eher an der Tagesordnung und viele Destinationen werben mit „den besten Golfplätzen“, „den schönsten Resorts“ oder auch „den tollsten Casinos & Shows“ und Myrtle Beach in South Carolina macht da keine Ausnahme. Eines kann man der Kleinstadt am „Grand Strand“, einem berühmten, rund 100 Kilometer langen Sandstrand aber sicher nicht absprechen: Die Dichte an Golfplätzen in der „Golf Capital of the World“ ist wohl unübertroffen. Innerhalb einer Fahrstunde gibt es rund 120, teils hochklassige Anlagen für jedes Spielniveau.

The Legends Golf Resort gehört zu meinen persönlichen Favoriten in diesem Golfparadies. Das Resort umfasst drei tolle, ganz unterschiedlich gestaltete Courses. Der „Heathland“ war das Erstlingswerk des mittlerweile weltweit gefragten Architekten Tom Doak und erinnert stark an die legendären Heideland- und Linksplätze in Grossbritannien. Breite rollende Fairways, wenig hohe Vegetation, dafür aber tiefe Bunker und Plateaugreens. Auf diesem Platz einen Ball verlieren grenzt schon fast an ein Kunststück und auch weniger versierte SpielerInnen werden da ihren Spass haben.

Der „Moorland“ ist da von ganz anderem Kaliber. P.B. Dye ist geradezu berüchtigt für „Target Golf“ Anlagen und ich habe bei meinem Erstbesuch sicher ein halbes Dutzend Bälle verbraucht. Sei es, weil sie direkt ins Wasser geplumpst sind, oder aber an den oft anzutreffenden, schräg gestellten Eisenbahnschwellen wie Flipperkugeln abgeprallt und ins Nirgendwo geflogen sind. Nicht dass der Dye-Platz keinen Spass machen würde, aber wer nicht ziemlich zielsicher ist und/oder den Platz schon etwas kennt, sollte einfach mal das Score vergessen.

Etwas zahmer ist dann wieder der „Parkland“. Dieser Platz ist oft umgeben von hohen Bäumen, ganz im Stil der Plätze im weiter nördlich gelegenen Pinehurst. Präzision, vor allem bei den Annäherungen auf die oft erhöht angelegten Greens ist da zwar auch gefragt, aber gegenüber dem „Moorland“ werde Fehlschläge weniger hart bestraft.

Das Resort betreibt zudem mit dem „Oyster Bay“ und dem „Heritage“ noch zwei weitere Plätze, die aber nicht direkt vor Ort liegen und eine 45- 60minütige Anfahrt erfordern. Besucher habe also die Wahl zwischen gleich fünf abwechslungsreichen und schönen Courses aus einer Hand und die Greenfees (ab $70.00 bis knapp $100.00) sind im Vergleich mit anderen Plätzen dieser Güte relativ erschwinglich.

www.legendsgolf.com

Text: Peter Hodel
Foto: Legends Golf Resort / Peter Hodel

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