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Rekordrunden

Im Oktober 2018 berichteten wir über die 59er Runde von Oliver Fisher in der zweiten Runde am Portugal Masters in Vilamoura. Die Scorekarte mit einem Eagle, zehn Birdies und sieben Pars schien nicht von diesem Planeten zu stammen und ist doch nicht so selten wie man denkt. Wir haben etwas in den Rekordbüchern gestöbert und fanden tatsächlich noch deutliche tiefere Ergebnisse – allerdings nicht alle in offiziellen Turnieren erzielt.

55 Schläge…

benötigte 1935 ein Herr E.F. Staugaard auf dem Montebello Park GC (6420 Yards, Par 72). Weitere Informationen sind nicht zu finden und das mag gewisse Zweifel wecken, doch in den alten Rekordbüchern der USGA und R&A wird das Ergebnis geführt. In dubio pro reo…

Die zweite bekannte 55er Runde erzielte ein gewisser Homero Blancas. Ja, Mr. Trump, ich kann Ihr Augenrollen hören – das sind doch „fake news“ aus einer Bananenrepublik! Falsch, das Ergebnis ist gut belegt: Der 1938 geborene Golfprofi aus Houston spielte in den 1960er und 70er Jahren auf der US PGA Tour und wurde 1973 ins Ryder Cup Team berufen. Seine Fabelrunde mit 13 Birdies und einem Eagle schoss er aber 1962 als Amateur auf einem 9-Loch Platz mit 18 Tees, Par 70 und einer bescheidenen Länge von knapp 5000 Yards. Die Leistung von „Mister 55“ wurde denn auch bald aus den Rekordlisten gestrichen. Begründung: Ein Rekordergebnis müsse auf einem mindestens 6500 Yards langen Platz gespielt werden, um homologiert zu werden. Trotzdem, es bleibt die bisher einzige 55er Runde, die je in einem Turnier erreicht wurde.

Zwei weitere 55er Runden sind ebenfalls gut dokumentiert: Die eine gelang Steve Gilley, einem Pro der über 20 Siege auf der Mini-Touren einfahren konnte, im Lynchwood Country Club (5959 Yards, Par 71) und die andere Rhein Gibson im River Oaks Club in Oklahoma. Dies ist die vielleicht eindrücklichste tiefste Runde, denn der junge Australier spielte zwei Eagle, 12 Birdies und vier Pars auf einem „ausgewachsenen“ 18-Lochplatz mit 6700 Yards Länge und Par 71.

56 und 57 Schläge…

sind nicht so selten, wie Sie vielleicht denken. Klar, es sind absolute Traumergebnisse, doch solche Runden werden regelmässig gemeldet, so oft, dass die Statistiker aufgehört haben zu zählen.

58 Schläge…

sind natürlich ebenso grandios, werden aber an Profi-Turnieren doch immer wieder mal verzeichnet. Offiziell wird zwar die 58er Runde von Jim Furyk an der PGA Championship 2014 als Weltrekord geführt, doch auch die Japaner Shigeki Maruyama und Ryo Ishikawa und die beiden Deutschen Stephan Jaeger und Martin Kaymer hatten schon solche Ergebnisse auf ihren Scorekarten. Letzterer spielte seine „Hexerrunde“ während einem Challenge-Tour Event auf dem tollen Habsberg Course in Bayern und alle seine Bälle tragen seitdem die Nummer 58.

Text: Peter Hodel
Quellen: thoughtco.com, Guiness World Records
Foto: thegolfauction.com

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