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Paris im Blickpunkt der Golfwelt

Der Albatros Course im Le Golf National ist Schauplatz des Ryder Cups 2018

In weniger als drei Wochen, vom 28. bis 30. September, werden alle Augen der Golfwelt nach Paris gerichtet sein, denn das Kräftemessen der besten US Amerikaner und Europäer ist eines der absoluten Highlights im Golf. Schauplatz des 42. Ryder Cups ist der etwa zehn Kilometer vom Schloss Versailles entfernt gelegene Le Golf National, der 1990 vom damaligen Minister für Jugend und Sport und ehemaligen Weltklassesprinter Roger Bambuck feierlich eröffnet wurde.

Le Golf National, der auch als Verbandssitz, nationales Trainingszentrum und regelmässig als Auftragungsort der bereits seit 1906 ausgetragenen Open de France dient, umfasst 45 Löcher mit den drei Plätzen. Der „Albatros Course“, das Herzstück der 140 Hektar grossen Anlage wurde von Hubert Chesneau und Robert von Hagge als typischer Stadium Course geplant und das aus öffentlichen Geldern finanzierte Bauvorhaben war von gigantischen Ausmassen. Insgesamt wurden rund 2.2 Millionen Kubikmeter Erde bewegt, mit denen Teiche, Hügel, Bunker und alles was sonst zu einer Golfanlage gehört, gestaltet wurden. Das Ganze wirkt zwar etwas künstlich, aber um Getreidefelder in einen attraktiven Platz zu verwandeln der etwa 80‘000 Zuschauern Platz bietet, war der Einsatz von Lastwagen, Baggern und Planierraupen wohl unumgänglich.

Das Resultat ist ein sehr schwieriger Course: An zehn Löchern kommt Wasser ins Spiel, darunter zwei „forced carries“ an der 15. und 18. Bahn, viele Bunker und vor allem teils äusserst enge Zielflächen. „Ich habe die Breite des Fairways auf dem 17. Fairway bei 250 Metern gemessen und da sind nur gerade 15 Meter Raum“, erzählte Vize-Captain Graeme McDowall nach einer Besichtigung und Spieler wie Matthew Fitzpatrick, Ian Poulter stimmen mit seiner Meinung überein: Der Platz würde das Team Europa leicht favorisieren, weil die Fairways auf der US PGA Tour deutlich breiter gehalten werden und Longhitter bevorteilen. Justin Thomas spielte Anfang Juli bei der Open de France, wurde geteilter Achter und bestätigte danach im Hinblick auf den Ryder Cup: „Man muss die Fairways treffen, das ist auf dem Platz am wichtigsten.“

Ein weiterer Punkt der für die „Einheimischen“ spricht, ist die Tatsache, dass sie von den letzten zehn Austragungen sieben gewannen und die US-Equipe ihren letzten Auswärtserfolg 1993 einfahren konnte. Die Positionen auf der Weltrangliste sind allerdings ziemlich ausgeglichen, auch wenn die ersten drei Ränge von Dustin Johnson, Bruce Koepka und Justin Thomas belegt werden, Justin Rose, Jon Rahm und Francesco Molinari sind gleich dahinter klassiert. Noch stehen die endgültigen Teams nicht fest, denn Jim Furyk und Thomas Bjorn haben ihre Captain’s Picks noch nicht bekannt gegeben und nicht selten haben gerade Wildcard-Inhaber wie Thomas Pieters (2016) oder Ray Floyd (1993) wichtige Rollen gespielt.

Hier geht’s zur offiziellen Webseite der beiden Teams:

https://www.rydercup.com/rankings

Text: Peter Hodel
Foto: Le Golf National

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