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Las Vegas: Glitter – Glamour – Golf

Shadow Creek: Golfwunder mitten in der Wüste

Die Glitzermetropole in Nevada ist in erster Linie ein einziger Vergnügungspark mit Shows und Casinos, doch die Amis haben in und um die Wüstenstadt auch rund zwanzig, teils hochklassige Golfplätze buchstäblich aus dem Sand gestampft.

Eine der exklusivsten und auch teuersten Adressen ist der 1989 eröffnete Shadow Creek Golf Course, für dessen Bau dem legendären Designer Tom Fazio scheinbar fast unbeschränkte Mittel zu Verfügung standen. Der Spielplatz für die High-Roller (Glücksspieler, die an den Spieltischen sechs- bis siebenstellige Summen riskieren) und Promis ist zwar öffentlich zugänglich, aber man muss schon tief in die Tasche greifen, um auf den Platz zu kommen.

Als erstes können nur Gäste eines der sechzehn MGM Resorts International, zu denen beispielsweise das MGM Grand, das Bellagio oder das Mirage gehören, den Platz spielen. Das Greenfee schlägt mit 500 Dollar zu Buche, darin enthalten ist dann immerhin der stilvolle Transfer in einer Stretchlimo vom berühmten „Strip“ zum rund 25 Kilometer entfernten Platz. Die Kosten für den (obligatorischen) Caddie, Trinkgelder, Drinks und Snacks kommen aber noch obendrauf.

Der Platz wirkt wie eine grüne Oase mitten in der sonst so trockenen Umgebung, doch das Ganze ist eine menschengemachte Idylle. Die kleinen Seen und die Wasserfälle, die Spielbahnen und die nicht übertrieben ondulierten Greens wurden mit schwerem Gerät und tonnenweise Erdbewegungen modelliert. Jeder einzelne Baum und Busch wurde hergebracht und eingepflanzt. Eine Crew von rund 30 Greenkeepern hält den Platz jederzeit in erstklassigem Zustand und das passiert zwischen fünf Uhr Abends und sechs Uhr morgens. Nicht dass diese Nachtarbeit zwingend notwendig wäre, denn selbst an einem geschäftigen Tag sind selten mehr als 12- 15 Golfende auf dem Course unterwegs.

Wer einmal nach Vegas reist und auf diesem exklusiven golferischen Wunderwerk spielen möchte, sollte die nötigen Vorkehrungen rechtzeitig treffen. Und sich als Golfschreiberling zu outen ist keine gute Idee. Die Betreiber kümmern sich herzlich wenig um irgendwelche Ratings oder Reisetipps, machen lieber auf Understatement und so kann es neugierigen Medienfritzen passieren, dass sie freundlich aber bestimmt mit der Begründung abgewiesen werden, dass man leider gerade eine Very Important Person erwarte…

 

 

Text: Peter Hodel / Dino Canepa
Foto: Dino Canepa

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