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Golfszene Schweiz

Nach den unerfreulichen Auseinandersetzungen zwischen der ASG und den beiden Public Golf Organisationen vom Frühsommer 2017 bis im Frühjahr 2018 gibt es nun mehr als nur Lichtblicke. Die ehemaligen Kontrahenten haben sich aufgerappelt, zusammengesetzt und machen unter Führung des neuen ASG Präsidenten Reto Bieler Ernst mit zukunftsweisenden Lösungen, die sich hoffentlich auch als mehrheitsfähig erweisen werden.

Der erste Punkt betrifft eine echte Partnerschaft aller Beteiligten, die von Bieler angestossen und energisch vorangetrieben wird. Hier die wichtigsten Eckpunkte:

  1. Die beiden Public Golf Organisationen (PGO) ASG GolfCard Migros und ASGI sollen je einen Sitz im ASG Vorstand erhalten (sie waren bisher in diesem Gremium nicht vertreten).
  2. Die PGO erhalten an der Delegiertenversammlung pro 1000 Mitglieder drei von (neu) 815 Stimmen (bisher hatte beide Organisationen nur je eine DV-Stimme).
  3. Die PGO zahlen dem Verband einen jährlichen Beitrag von CHF 50‘000 (bisher 300.-).
  4. Beide PGO entrichten zusätzlich pro Aktivmitglied einen Golfförderungsbeitrag von CHF 90.-. Davon entfallen 60 Franken auf die Clubförderung und 30 Franken werden für gemeinsame Aktionen des Verbandes, der ASGI und der ASG GolfCard Migros zu Sportförderung eingesetzt.
  5. Die PGO verzichten auf die Herausgabe eigener Handicapkarten. Die Migros hat bereits angekündigt, ihre vor einem Jahr lancierte Karte ohne ASG-Beitrag wieder vom Markt zu nehmen.

An der Delegiertenversammlung am 16. März 2019 wird über eine entsprechende Statutenänderung abgestimmt. Dass die Vorschläge die nötige Zustimmung erhalten, sieht Reto  Bieler zuversichtlich. „Klar, wir brauchen an der DV eine Zweidrittelmehrheit, aber die ersten Umfragen sind mehrheitlich positiv ausgefallen“, erklärte er im September 2018.

Auch für Pascal Germanier (Generalsekretär der ASGI) und Hans-Peter Schild (Leiter der ASG GolfCard Migros) sind die gemeinsam erarbeiteten Lösungen mit einer angemessenen Mitsprache ihrer beiden Organisationen im Golfverband ein wichtiger Schritt vorwärts.

Reto Bieler hat aber auch noch andere Themen im Visier. So wurde die 2016 lancierte und trotz einem jährlichen Aufwand von über einer Million Franken kläglich gescheiterte Imagekampagne „Golf – it’s Magic“ bereits beerdigt. „Das Ziel war, mit der Aktion weitere 10‘000 Personen für unseren Sport zu gewinnen. Tatsächlich kamen vielleicht 30- 40 neue GolferInnen dazu, das ist eine lächerliche Zahl“, redete Bieler Klartext.

Zudem soll auch der Auftritt des Verbandes, vor allem nach Aussen angepasst werden. Der Verband erhält, wenn es nach dem Willen des Führungsgremiums geht, neu den Namen SWISS GOLF und auch das „mehr als überholte“ (Bieler) Logo mit den goldenen Schlägern soll ersetzt werden.

Die Agenda des scheinbar unermüdlichen, erst seit rund 10 Monaten amtierenden Präsidenten und seiner Crew umfasst aber noch mehr: Er möchte eine 5-Jahrestrategie ausarbeiten, den  Leistungssport unter die Lupe nehmen – „warum bringt die Schweiz immer wieder sehr gute Amateure hervor, die dann den Sprung ins Profilager nicht schaffen…“ (so seine Einschätzung) und das Konzept für ein nationales Leistungssportzentrum weiter entwickeln.

Hoffen wir, dass die vielen Ideen und Projekte zu Gunsten der ganzen Schweizer Golfszene realisiert werden können. Wir wünschen allen daran Beteiligten und natürlich auch allen unseren treuen Leserinnen und Lesern ein erfolgreiches 2019.

Text: Peter Hodel
Foto: Golf de Saumane © Robby07
Quellen: ASG, GolfSuisse, Golf&Country, Schweizer Illustrierte

2 Kommentare

  1. Peter Bühler sagt:

    Toll, dass eine vernünftige Lösung mit den Migros Golfern möglich wird.

  2. Peter sagt:

    Danke für den Beitrag, besonders wertvoll aus einer Quelle, die nicht eindeutig einer der Parteien zuzuordnen ist.Wermutstropfen: Das Deppen-Apostroph (PO’s) macht den Text fast unlesbar. http://www.deppenapostroph.info/

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