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Fiese Fallen (Teil 2)

Die "Kirchenbänke" im Oakmont Country Club

Im letzten Newsletter haben wir eine kleine Auswahl von echt fiesen Sandhindernissen vorgestellt. Hier folgen die Plätze 6- 10:

  1. „Church Pews“, Oakmont Country Club (USA)
    Auf dem 115 Jahre alten und sehr privaten Platz (Austragungsort der US Open 2016) gibt es nicht weniger als 209 Bunker. Die „Kirchenbänke“ am Fairwayrand kommen gleich an zwei Löchern (Nr. 3. und 4.) ins Spiel und bei einer besonders unglücklichen Lage helfen auch Kniefälle und Stossgebete nichts.
  2. Road Hole Bunker”, St. Andrews, Old Course (SCO)
    Der Bunker am 17. Green wurde immer wieder umgebaut. In den 1930er Jahren war er deutlich weniger tief als 1978. In diesem Jahr brauchte Tommy Nakajima (Jap) vier Schläge um seinen Ball heraus zu bringen und vergab damit alle Siegeschancen bei der Open Championship. Das Problem ist nicht nur die Tiefe des Bunkers, sondern die kurzgemähte, abfallende Bank darüber und das schmale Green selbst. Ein zu kurzer Schlag und der Ball rollt wieder zurück, zu lang und er landet hinter dem Green auf der Strasse oder noch schlimmer direkt neben einer Mauer – und aus diesen Lagen darf man keine Erleichterung in Anspruch nehmen.
  3. “Sahara Bunker”, Prestwick Golf Club (SCO)
    Der Bunker vor dem 17. Green auf dem legendären Platz ist in seinen Ausmassen riesig und so tief, dass man über Stufen hinabsteigt. Weil der Approach am „Alps“-Loch (Nomen est Omen) zum Green blind über einen Hügel gespielt werden muss, sieht man die „Bescherung“ erst beim Näherkommen.
  4. “Railway”, Royal Colombo (Sri Lanka)
    Aus dem Fairwaybunker auf’s 6. Green zu kommen scheint nicht allzu schwierig, doch aufgepasst auf die Nahverkehrszüge, die regelmässig den Fairway vor dem Green queren. Bunkerschläge unter erschwerten Bedingungen.
  5. “Himalaya”, St. Enodoc, Church Course (ENG), 6. Loch
    Ein ähnliches Hindernis wie unsere Nr. 4 findet man auf diesem tollen Platz in Cornwall. Der in einer turmhohen Düne gelegene Bunker trägt auch den gleichen Spitznamen und versperrt jeden Approach bei einem zu weit rechts gezielten Teeshot am kurzen Par 4.

Leserbeitrag

Unser Leser R. von Dach hat uns auch noch ein Foto von einer wirklich fiesen Falle zugestellt: Der Bunker mitten im 16. Green auf dem Oaks Course des TPC San Antonio. Wir meinen, dass dieses Designelement – übrigens auch in Domat/Ems anzutreffen – schon fast an „Golfmissbrauch“ grenzt…

Wenn Ihr Ball wieder mal in einem Bunker landet, denken Sie an die Worte des grossen Champions und siebenfachen Majorsieger Sam Snead, „von allen Hindernissen ist Angst das schlimmste“ und dann schlagen Sie mit Überzeugung zwei bis drei Zentimeter hinter dem Ball in den Sand. Viel Erfolg!

Text: Peter Hodel
Foto: USGA, St. Andrews Links Trust, TPC San Antonio, Peter Hodel

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