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Die Haut vergisst nicht

Sommer, Sonne, Golfwetter - aber auch Gefahren

Die Schweiz ist ein beliebtes Reiseland. Gemässigtes Klima, viel Natur und – für uns Golfende besonders interessant – eine stattliche Zahl an tollen Plätzen in schöner Umgebung. Zudem gelten wir im internationalen Durchschnitt als wohlhabend und haben die Mittel, auch im Winter wenn der Spielbetrieb zu Hause ruht, in fernen Ländern unserem Hobby zu frönen.

Die Schattenseite dieses Freizeitverhaltens: Nur in Australien und Neuseeland gibt es im Verhältnis mehr Hautkrebsfälle als bei uns. Hautkrebs ist nicht nur die häufigste Krebsart, sondern nimmt im Verhältnis zu anderen Arten auch immer noch am stärksten zu. Rund 25‘000 Personen erkranken jährlich an aggressiveren Formen von Hautkrebs, davon etwa 10 Prozent an Melanomen. Besonders gefährdet sind Personen, die hauptsächlich im Freien arbeiten – sie sind durch die UV-Belastung drei bis fünf Mal stärker betroffen – und eben auch Menschen, die sich viele Stunden pro Woche und von 11 bis 15 Uhr im Freien aufhalten. Zwischen 10 und 12 Uhr zu einer Golfrunde zu starten ist also nicht die beste Idee und wenn es terminlich nicht anders geht, sollte man sich mindestens so gut wie möglich schützen.

Empfehlungen zur Prävention

Die Schweizer Krebsliga engagiert sich seit vielen Jahren für die Vorbeugung gegen Hautkrebserkrankungen und empfiehlt vor allem:

  1. Schatten suchen
    Schatten ist der beste Sonnenschutz, vor allem in den Mittagsstunden wenn die Strahlung am intensivsten ist. Wählen Sie also wenn möglich den Weg unter Bäumen. Ein Golfschirm ist nicht nur bei Regen, sondern auch bei Sonnenschein hilfreich. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Schirm eine Beschichtung mit UV-Schutz hat.
  2. Kleidung
    Nützlich für Golfende ist zum Beispiel das Tragen von langen Hosen, Hüte mit breiten Krempen oder Nackenschutz und Shirts mit langen Ärmeln oder Armstulpen zum Überziehen. Achten Sie vor allem auch auf den exponierten Nacken und tragen Sie zum Beispiel ein Mikrofasertuch („Enduracool“), das lässt sich zudem anfeuchten und sorgt für einen kühlen Kopf.
  3. Sonnenbrille
    Zu viel UV-Strahlung schadet nicht nur der Haut, sondern auch den Augen. Wer sich häufig im Freien aufhält, sollte seine Augen mit einer Sonnenbrille schützen. Wählen Sie ein Produkt mit dem CE-Zeichen und dem Vermerk „100% UV“.
  4. Sonnenschutzmittel
    Grosszügig aufgetragen und korrekt eingesetzt können Sonnenschutzmittel das Risiko von Hautkrebserkrankungen vermindern. Doch auch Mittel mit einem hohen UV-Schutz (gegen UVB- und UVA-Strahlen) sind kein Freipass für unbeschränkt langen Aufenthalt in der Sonne. Zudem verlieren die Mittel nach einigen Stunden ihre Wirkung. Ein Mittel mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) 20 wirkt theoretisch 200 Minuten. Weil aber nur selten wirklich die volle notwendige Menge aufgetragen wird, empfehlen Experten die jeweils maximale Wirkungszeit nur bei ca. 60 Prozent zu veranschlagen. Auf einer Golfrunde sollte man also mindestens einmal nachcremen, vor allem an exponierten Stellen (den sogenannten „Terrassen“) wie Nase, Ohren, Stirn, Nacken und Händen.
    Für die Auswahl des geeigneten Sonnenschutzmittels für Ihren Hauttyp fragen Sie am besten in einer Drogerie oder Apotheke und achten Sie zudem auch auf das Haltbarkeitsdatum. Mittel die längere Zeit grosser Hitze, z.B. im Kofferraum des Autos ausgesetzt sind, können ihre Wirkung schon nach wenigen Wochen einbüssen.

Text: Peter Hodel
Weitere Informationen u.a. auf:

https://www.krebsliga.ch/krebs-vorbeugen/gesunder-lebensstil/vor-der-sonne-schuetzen/sonnenschutz-tipps/      

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