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Ab Januar 2019 gilt es ernst

Sicher haben Sie es schon mitbekommen: Bald tritt die grösste Regelrevision seit über 30 Jahren in Kraft. Ziel dieser Änderungen ist es, das Spiel zu vereinfachen und zu beschleunigen. Wichtig für alle SpielerInnen: Es gibt keine Übergangsfrist, die neuen Regeln gelten weltweit ab 1. Januar 2019. Hier die wichtigsten 10 Regeländerungen:

  1. Ball droppen (Regel 14)
    Neu muss der Ball aus Kniehöhe fallen gelassen werden (nicht mehr aus Schulterhöhe).
  2. Ballsuche (Regel 18)
    Die maximale Suchzeit beträgt neu nur noch 3 Minuten (bisher standen 5 Minuten zu Verfügung).
  3. Ball beim Suchen bewegt (Regel 7)
    Wird ab 2019 nicht mehr mit einem Strafschlag geahndet.
  4. Eingebetteter Ball (Regel 16)
    Neu dürfen Bälle die sich einbohrt haben auch im Semirough und Rough gedroppt werden (bisher galt das nur auf kurzgemähten Flächen wie Fairways oder Vorgreens).
  5. Ball trifft Spieler oder Ausrüstung (Regel 11)
    Es gibt keinen Strafschlag mehr, wenn man sich selbst oder die eigene Ausrüstung trifft. Voraussetzung ist aber, dass es sich um ein Versehen handelt (einen Cart als Abprallfläche zu nutzen ist also nicht erlaubt).
  6. Berühren des Sandes im Bunker (Regel 12)
    Eine beiläufige oder versehentliche Berührung wird nicht mehr bestraft. Es ist aber nach wie vor nicht erlaubt, den Sand zu testen (z.B. mit einem Probeschwung), oder die Lage oder Spiellinie zu verbessern.
  7. Lose Naturstoffe (Regel 15)
    Blätter, Äste, Steine, Zweige und andere lose Stoffe dürfen neu auch in Bunkern und Penalty Areas entfernt werden.
  8. Bodenberührung in Penalty Areas (Regel 17)
    Wasserhindernisse heissen neu Penalty Areas und der Schläger darf auf dem Boden bzw. im Wasser aufgesetzt werden.
  9. Schäden auf dem Green (Regel 13)
    Bisher durfte man nur Pitchmarks oder alte Lochränder ausbessern. Neu können alle Schäden wie beispielsweise Spikemarks repariert werden.
  10. Fahnenstange getroffen (Regel 13)
    Das bleibt künftig ohne Konsequenzen. Man darf also die Fahne nicht nur bei Schlägen ausserhalb des Greens sondern auch beim Putten stecken lassen.

Neu und interessant ist der Begriff „Penalty Areas“. Bisher galt als „Wasserhindernis“ nur, wenn auch tatsächlich Wasser (in einem Graben oder einer Senke) lag. Neu können Golfanlagen auch andere Flächen (wie z.B. Rough oder Out of Bounds) als Penalty Areas markieren, damit seitlich gedroppt und das Spiel beschleunigt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie zum Beispiel im neuen Pocketguide „Golfregeln kompakt 2019“.  Das Büchlein von Yves C. Ton-That enthält alle Golfregeln und ist mit Illustrationen versehen die alles leicht verständlich machen. Erhältlich auf www.expertgolf.com oder im Fachhandel.

Text: Peter Hodel

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