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Zwei Schweizerinnen in Rio?

Der 11. Juli ist der Stichtag: Dann entscheidet sich, welche Golferinnen und Golfer an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an den Start gehen können. Im Moment sieht es so aus, dass zwei Schweizerinnen ihr Land vertreten werden. 

Viel ist über das Qualifikationssystem für das Olympische Golfturnier geschrieben worden. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Es ist gewöhnungsbedürftig und zweifellos überarbeitungswürdig.

Warum sind bloss 60 Teilnehmende am Start, wo doch bei jedem Profiturnier in der Regel 120 oder mehr Kandidaten aufteen? Warum gibt es keinen Cut? Warum dürfen keine Amateure teilnehmen? Olympia wäre die einzige globale Gelegenheit, bei welcher sich die beiden Kategorien messen könnten.

Eine durchaus reizvolle Vorstellung, zumal die weltbesten Amateure durchaus mit guten Pros mithalten können. Man kann natürlich ins Feld führen, dass die Olympiade in Sachen Golf noch ein wenig Nachholbedarf hat, fanden die letzten derartigen Spiele doch vor über 100 Jahren statt. Und damals nahmen nur ein paar Wenige am Wettbewerb teil.
Wie auch immer. Das Erfreuliche aus Schweizer Sicht ist die Tatsache, dass im Moment zwei Vertreterinnen um die Medaillen werden mitspielen können: Fabienne In-Albon (Rang 51 und Albane Valenzuela (Rang 60). Die Frage, warum Valenzuela, die (noch) keinen Profistatus hat, gleichwohl auf der Liste auftaucht, gehört zu den ungeklärten Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Qualifikation stellen.

Damit gehört die Schweiz zu den 24 Nationen, die je zwei Vertreterinnen an den Start bringen. Nur Korea darf mit vier Frauen antreten. Sie sind bei den Damen mit Abstand die dominierende Nation und figurieren mit acht (!) Spielerinnen unter den ersten 15 der Weltrangliste. Dass bloss zwei US-Amerikanerinnen in Rio startberechtigt sind, hängt damit zusammen, dass die dritte Amerikanerin «bloss» auf dem 16. Rang der Weltrangliste liegt.

Insgesamt sind Spielerinnen aus 33 Ländern mit dabei. Bis zum Stichtag am 11. Juli kann sich freilich noch einiges ändern. Drücken wir die Daumen, dass sowohl Fabienne als auch Albane dannzumal zum Starterfeld gehören.

Piero Schäfer

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