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US PGA Championship: Erster Majortitel für Justin Thomas

US PGA Champion Justin Thomas geniesst das Bad in der Menge

Wir geben gerne zu, dass Justin Thomas bis Mitte August 2017 etwas unter unserem Radar geblieben ist. Und dies trotz vier Turniersiegen seit seinem Erscheinen auf der PGA Tour im Jahr 2015. Anfang dieses Jahres sorgte das knapp 70 Kilogramm schwere Leichtgewicht mit einer spektakulären 59er Runde an den Sony Open auf Hawaii erstmals für grösseres Aufsehen und gewann das Turnier mit 27 unter Par. Sein Vorsprung auf Weltklassespieler wie Justin Rose, Jordan Spieth oder Zach Johnson betrug schliesslich sieben Schläge und mehr.

Mitte Juni landete der Mann aus Louisville (Kentucky), der mit dem Collegeteam der Universität von Alabama 2013 den NCAA-Titel gewann und danach ins Profilager wechselte, an den US Open auf dem geteilten 9. Platz. Auch in Erin Hills gelang ihm am dritten Tag mit einer 63er Runde (US Open Rekord eingestellt) eine bemerkenswerte Leistung. Bei der Open Championship in Birkdale verpasste Thomas zwar den Cut, den Rückschlag schien der 24jährige aber rasch verdaut zu haben, denn im Quail Hollow Golfclub verwies er die vollständig angetretene Weltelite auf die Ränge, holte sich die Wannamaker Trophy und ein Preisgeld von knapp 1.6 Millionen Dollar mit dem Gesamtscore von 276 Schlägen. Ein Erlebnis der besonderen Art gab es für den späteren Sieger (und die Zuschauer) am 10. Loch auf der Schlussrunde, aber sehen Sie selbst:

www.youtube.com/watch?v=KPeLmEUnY_k

Ein deutliches Lebenszeichen kam vom zweifachen Ryder Cup Teilnehmer Francesco Molinari, der mit dem geteilten 2. Platz (zusammen mit Patrick Reed und Louis Ooosthuizen) sein bisher bestes Ergebnis an einem Majorturnier erreichte. Rickie Fowler, Matt Kuchar und Hideki Matsuyama kamen zwar bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an einem Major unter die Top 10, warten aber weiter auf den grossen – und eigentlich überfälligen – Erfolg. Kevin Kisner, Führender nach 18, 36 und 54 Löchern, erwischte einen rabenschwarzen Tag. Seine 74 war die schlechteste Schlussrunde aller Spieler auf den Rängen Eins bis Zwanzig. Open Champion Jordan Spieth, der mit der Mission „Karriere Grand Slam“ nach Charlotte in North Carolina gereist war, kam nie richtig auf Touren und landete mit 10 Schlägen Rückstand auf die Spitze auf dem 28. Rang.

Hier geht’s zum Gesamtleaderboard: www.pga.com/events/pgachampionship/leaderboard/

Text: Peter Hodel
Foto: Ross Kinnaird / Getty

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