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Und wieder geht’s „nur“ um die Ehre

Ryder Cup 2016

Bald haben alle Spekulationen, Unkenrufe und Prognosen ein Ende und die Spieler kommen zum Schlag. Ab Freitag spielen das Team USA und die Auswahl Europas im Hazeltine National Golf Club zum 41. Mal um die kleine goldene Trophäe und die Ehre. Preisgelder gibt es für die je 12 Spieler um die beiden Captains Darren Clarke (48) und Davis Love III (64) keine, im Fall eines Versagens aber wohl tüchtig Schelte von Seiten der Medien und aller Golfer die sich in ihrem Nationalstolz gekränkt fühlen.

Man erinnere sich, welchen Shitstorm der etwas unglücklich agierende Tom Watson nach der Niederlage vor zwei Jahren im schottischen Gleneagles über sich ergehen lassen musste. Einige Spieler, allen voran Phil Mickelson – so etwas wie der selbsternannte Franz Beckenbauer des Golfsports – warfen dem achtfachen Majorsieger schlechte Kommunikation und Fehler bei der Zusammenstellung der Paarungen vor.

Wie wird es seinem Nachfolger und Vorgänger Davis Love ergehen? Er hat mit Jim Furyk, Tom Lehman, Steve Stricker, Tiger Woods und Bubba Watson fünf schlachtenerprobte Assistant Captains an seine Seite geholt. Zusammen bringen es der Captain und seine Coachingtruppe auf nicht weniger als 25 Einsätze und 104 Matches. Genügend Erfahrung ist im US-Team also auch an der Seitenlinie vorhanden.

Für Darren Clarke aus Nordirland ist es der erste Härtetest als Team-Captain, nachdem er das Team vom alten Kontinent zwischen 1997 bis 2006 als Spieler vertreten hat. Unterstützung erhält der Sieger der Open Championship 2011 in Royal St. Georges von Padraig Harrington, Paul Lawrie, Ian Poulter und Sam Torrance.

Traditionsgemäss dürften die Erwartungshaltung und auch der Druck auf Seiten der US-Boys etwas grösser sein. Schliesslich haben sie ein Heimspiel und zudem wurden die erfolgsverwöhnten US-Profis nach den letzten 10 Austragungen nur gerade zweimal als Sieger ausgerufen.

Bei den Europäern sind Spieler aus sechs Ländern (England, Nordirland, Schweden, Belgien, Deutschland und Spanien) dabei. Für sechs von ihnen ist es der erste Einsatz an diesem prestigeträchtigen Event, der rund um den Globus regelmässig von vielen Millionen Zuschauern verfolgt wird (die oft kolportierten Zahlen von 500 Millionen bis gegen 1 Milliarde TV-Zuschauer gehören übrigens definitiv ins Reich der Legenden!).

Am Freitag um ca. 14.30 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) starten die ersten Spieler zu den vier  Foursome-Matches (beide Spieler eines Teams spielen abwechselnd den gleichen Ball). Am Nachmittag (ab ca. 19.30 Uhr MEZ) folgen dann vier Fourball-Matches (jeder spielt seinen Ball, das bessere Resultat an jedem Loch wird gewertet).

(Peter Hodel)

http://www.rydercup.com/

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