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The Anahita – Bilderbuchschönheit auf Mauritius

Kamera bereit? Eines von vielen eindrucksvollen Sujets auf dem Anahita

Die heimische Golfsaison ist am ausklingen und viele Schweizer Golfende packt wohl bereits das Fernweh. Destinationen mit garantiertem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen haben Hochkonjunktur – und sind leichter denn je zuvor erreichbar. Mauritius ist in den vergangenen Jahren dank guten Flugverbindungen, erstklassigen Hotels und natürlich tollen, bestens gepflegten Golfanlagen zu einem beliebten Ziel geworden. Auf der kleinen Insel mitten im indischen Ozean findet man über ein Dutzend Plätze, die grösstenteils auf die Bedürfnisse und Spielfertigkeiten von Hobbyspielern angelegt wurden.

Der Anahita beim Four Seasons Resort liegt an der Ostküste der Insel und wurde von Ernie Els gezeichnet. Auffallend sind auf den ersten Blick die breiten Fairways und die grossflächigen Greens. Von den Backtees wären zwar happige 6800 Meter zu bewältigen, aber wer wollte schon von dort abzuschlagen, stehen doch fünf weitere Abschläge zu Verfügung und von denen verliert der Platz das „monstermässige“.

Eines ist uns schon nach der ersten Runde besonders aufgefallen: Viele Spielbahnen bleiben einen im Gedächtnis und das oft beschworene „Signature-Hole“ war nicht auszumachen, denn es gibt einfach zu viele unterschiedliche, geschickt angelegte, aber immer „faire“ Herausforderungen zu meistern. Hier nur eine kleine Auswahl davon, was die Besucher erwarten: Ein Augenschmaus ist natürlich das 4. Loch mit dem treffenden Namen „Ocean Drive“, bei dem das erhöhte Green über dem türkisfarbenen Wasser zu schweben scheint. Dann wieder ein ganz anderes Fotosujet mit einem mächtigen Vulkankegel im Hintergrund. Sehr speziell aus Spielersicht sind das erste Par 3 auf der Runde über einen Mangrovensumpf – „all carry“, aber mit 160 Metern von Weiss nicht überlang – und vor allem das 14. Loch „Scottish Taste“, bei dem eine Mauer quer über die Spielbahn verläuft. Ernie hat da die vielen, auf dem Gelände herumliegenden Lavabrocken zu einem Hindernis aufschichten lassen, dass Erinnerungen an das berühmt-berüchtigte 13. Loch in North Berwick weckt.

Eine besondere Überraschung war – nebst dem abwechslungsreichen Platz – auch ein besonderer Service in Form einer Buggy-Fahrerin, die uns zweimal auf der Runde mit frischen Ananasstücken, Wasserflaschen und Cookies versorgte. Die Greenfees liegen bei rund 180 Euro, sicher kein Schnäppchenpreis, aber wer sich schon mal für eine Reise nach Mauritius entscheidet hat, sollte diesen schönen Platz unbedingt einplanen.

Text und Foto: Peter Hodel

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