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Test bestanden

Fünf Monate nach der Fertigstellung ist der neue Golfplatz von Rio, der anlässlich der Olympischen Spiele erstmals turniermässig bespielt wird, einem Test unterzogen worden. Offizielle und TurnierteilnehmerInnen waren begeistert von der Anlage. 

Victoria Lovelady, Nummer 2 im brasilianischen Golfsport, war schon fast euphorisch: «Ich habe 18 Löcher gespielt und hätte nichts dagegen, gleich nochmals eine Runde zu absolvieren. Der Platz ist toll und meine Erwartungen wurden weit übertoffen.» Ins gleiche Horn stiess Alexandre Rocha, ein ehemaliger PGA Spieler aus Brasilien: «Bisher hatten wir in Brasilien bloss alte Kurse, dieser aber entsprich neuen Erkenntnissen und das Ergebnis der Arbeit von Golfarchitekt Gil Hanse ist absolut überzeugend.» Der brasilianischen Golflegende war es vorbehalten, als absolut erster Spieler über die neue Anlage zu gehen. Entsprechend war Rocha beeindruckt: «Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich einen jungfräulichen Kurs einweihen durfte, das bedeutet mir sehr viel und wird mir immer in Erinnerung bleiben.»

Das kleine Turnier, an welchem neun einheimische Spitzengolferinnen und Golferteilgenommen haben, fand ohne ernsthafte Ausmarchung statt. Es ging in erster Linie darum, zu testen, ob der Platz meisterschaftswürdig ist. Und ob Infrastruktur und Resultateinrichtungen funktionieren. Gleichwohl wurde natürlich gezählt, und auch wenn die Resultate nicht offiziell kommuniziert wurden, erfuhren wir, dass Miriam Nagl, die Nummer eins in Brasilien und für die Spiele qualifizierte Golferin, den männlichen Teilnehmern die Show stahl. Nagl ist im Januar Mutter geworden und zeigte sich überglücklich, dass sie dereinst ihrer Tochter erzählen kann, dass sie an den olympischen Spielen teilnehmen konnte.

Nicht nur die Turnier-Exponenten, auch die Offiziellen, unter ihnen auch Carlos Nuzman, Präsident der Olympiade, waren beindruckt von den 18 Löchern. Allerdings braucht es noch ein paar Überlegungen, wie man den zu erwartenden Zuschauerfluss kontrollieren, respektive kanalisieren kann. Dazu werden die Organisatoren eingehend mit den Vertretern des internationalen Golfverbandes diskutieren. Deren Vertreter, Antony Scanlon, war vor Ort und äusserte sich ebenfalls positiv: «Es braucht zwar noch einige Anpassungen, um aus der sehr guten eine hervorragende Anlage zu machen.» Die Olympioniken werden es ihnen danken.

Piero Schäfer

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