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Sensationelle Schweizer Junioren in Florida

Einmal mehr praktisch unbeachtet von Schweizer Medien haben unsere Golf-Junioren in Florida hervorragende Resultate erzielt. Allen voran die Genferin Albane Valenzuela. Sie gewann zwei Turniere. 

Schweizer Golfsiege – auf welcher Stufe auch immer – sind nicht gerade alltäglich. Umso erfreulicher sind die Resultate, welche die Genferin Albane Valenzuela und der Einsiedler Jayson Iten Ende Jahr in den USA erzielt haben. In absoluter Topform präsentierte sich die 18jährige Valenzuela, die kurz hintereinander die Doral-Publix Junior Classic in Miami für sich entschied, um dann bei der ausgesprochen renommierten Orange Bowl Championship in Biltmore gleich nachzudoppeln. Ohne allzu euphorisch werden zu wollen, aber das ist eine sportliche Sensation. Zumindest aus Schweizer Sicht.

Die junge Genferin scheint ein Riesentalent zu sein, das für Zuversicht für die Zukunft sorgt. Zugegeben, es gab schon früher junge Schweizerinnen (Niloufar Azam, Sherlyn Popelka) die in diesem Alter viel versprechend unterwegs waren, den Durchbruch geschafft hat dann schliesslich aber keine. Die Westschweizerin hat schon mehrfach auf sich aufmerksam gemacht und gehörte der Schweizer Equipe an, welche letztes Jahr an den Team-Europameisterschaften in Slowenien die Broncemedaille gewonnen hat.

Ihre beiden Siege in den USA hat sie sich auf souveräne Art gesichert. Im Doral (3 Runden) verwies sie die Deutsche Ava Berger und die Mexikanerin Maria Fassi mit einem Schlag Vorsprung auf die Ränge und in Biltmore (4 Runden) gewann sie mit drei Schlägen Vorsprung vor der Französin Agathe Laisne und der Südkoreanerin Euilkyung Shin. Bemerkenswert vor allem ihre Konstanz: Drei Mal spielte Albane die 70, einmal eine 71 (Par).

Auch die Jungs haben im Doral auf sich aufmerksam gemacht: In der Kategorie unter 14/15 Jährige hat der Einsiedler Jayson Iten mit dem dritten Rang überzeugt. Trotz einer ärgerlichen Startrunde (81) schaffte es der Innerschweizer auf das Podest, weil er sich enorm steigerte. Nach der mittelmässigen 76 in Runde zwei, realisierte er am letzten Tag eine phantastische 68, was mit Abstand das beste Score des ganzen Turniers darstellte. Kein anderer Konkurrent schaffte eine Runde unter 70. Iten, der den grössten Teil des Jahres in Naples lebt und zahlreiche Turniere der US-Junioren bestreitet, scheint auf gutem Weg zu sein, sich in der Golfszene durchzusetzen. In der gleichen Alterskategorie kam Yael Berger auf den guten 9. Rang und Anouk Casty wurde 16. Na also, geht doch.

Piero Schäfer

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