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Saisonstart in der Schweiz

Derweil die Männer bereits erste Turniere bestritten haben, folgen im April die Damen, und in Ascona wird die ASG-Saison mit den Tessinermeisterschaften lanciert. 

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, heisst es im Volksmund. Mag sein, aber seit kurzem weiss man: Wenn i Gams Werdenberg die Ladies zur ASGI Swiss Open starten, ist die Golfsaison lanciert. Bereits zum dritten Mal findet das Turnier der LET Ladies Access Tour statt, welches der Ostschweizer Guido Mätzler lanciert hat. Nachdem sich der Hauptsponsor Deutsche Bank von der Swiss Ladies in Losone zurückgezogen hatte, setzte der umtriebige Anwalt alle Hebel in Bewegung, um wieder ein Ladies Pro Turnier in die Schweiz zu holen. Ein wenig tat er es auch für seine Tochter Melanie, die gerade am Anfang ihrer Karriere als Berufsspielerin stand und sicher froh war um eine weitere Startmöglichkeit. Das Turnier in Gams gibt auch zahlreichen Schweizer Amateurinnen die Möglichkeit, sich mit Berufsspielerinnen zu messen. Dass die jungen Schweizer Talente diesen Vergleich nicht zu fürchten haben, zeigt die letztjährige Austragung: Azelia Meichtry, inzwischen unter den Top-100 der Welt, belegte den hervorragenden 2. Schlussrang.

Das Teilnehmerinnenfeld präsentiert sich ausgesprochen namhaft. Ausser der mit Abstand besten Schweizerin, der Genferin Albane Valenzuela, die sich auf internationale Einsätze konzentriert, sind alle Top-Amateurinnen des Landes am Start. Und auch die Berufsspielerinnen sind bestens vertreten. Insgesamt sieben Proetten inklusive die einzigen bisher für die Olympischen Spiele in Rio qualifizierte Schweizerin, Fabienne In-Albon, sind am Start.

Weit traditioneller als das Damenturnier in Gams sind die Tessinermeisterschaften, welche jeweils die Saison der ASG-Turniere eröffnen. Derweil im Frühling die Platzverhältnisse auf der Alpennordseite häufig noch nicht turnierfähig sind, trifft man in Ascona meistens auf beste Bedingungen. Und: Die Tessinermeisterschaften erlauben es, sich nach der Wintersaison erstmals wieder mit Konkurrenten zu messen. Kein Wunder reisen immer wieder auch Golferinnen und Golfer aus nördlichen Ländern an den Lago Maggiore. Hier hat beispielweis der erfolgreiche deutsche Pro Marcel Siem zweimal teilgenommen. Und gewonnen.

Ascona ist aber nicht nur wegen dieses Turniers eine Reise wert: Kaum ein anderer Ort bietet zu dieser Jahreszeit bereits derart frühlingshafte Verhältnisse. Die Grotti sind wieder offen, und ein Bummel am Lungolago vermittelt den einzigartigen Charme dieses malerischen Dorfes.

Piero Schäfer

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