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Q-School: harte Zeit der Bewährung

Mitte September haben die Turniere der Qualifying School begonnen. Anfang und meist auch Ende der Träume einer professionellen Golfkarriere. Auch mehrere Schweizer haben sich der Tortur 2015 unterzogen. Bisher sind aber alle gescheitert.

Nicht weniger als 739 hoffnungsfrohe Golfer aus zahlreichen Ländern sind zur Zeit in die erste Stufe des grausamen Qualifikations-Prozederes eingebunden, an dessen Ende für ein paar wenig Glückliche die Aufnahme auf die Europäische Tour steht. 739 junge Männer, die meisten bereits Pros, die den mühsamen Weg gehen wollen, um im nächsten Jahr auf der ET starten zu können.

Auch Schweizer sind dabei, einige von ihnen zum x-ten Mal, zum Beispiel Raphael de Sousa, der talentierte Genfer, der bereits seit zehn Jahren versucht, im Golfhimmel zu landen. Auch heuer ist er wieder dabei zusammen mit seinem Kumpel Julien Clément, der das Kunststück als Amateur schaffte und 2002 die Tourkarte erspielte.

Mehr als eine Saison war Clément dann freilich nicht auf der ET. Dass er erneut einen Anlauf nimmt, zeigt, dass er über ein grosses Mass an Durchhaltewillen verfügt. Von den sechs Schweizern, die bisher in der ersten Staffel gestartet sind (Clément, de Sousa, Nicolas Thommen, Andrea Gurini, Jeanluc Burnier und Zeno Felder) hat keiner den Sprug in die zweite Staffel geschafft.

Nur rund ein Viertel der Teilnehmer an den insgesamt acht Turnieren der ersten Staffel qualifizieren sich für die zweite Staffel, dort treffen sie vom 6. bis 9. November in Spanien auf Spieler, die sich über das Jahr mit guten Leistungen bereits qualifiziert haben, wie etwa der Schweizer Benjamin Rusch, der auf der Pro Golf Tour in die Top-5 kam und sich so den Aufstieg auf die Challenge Tour gesichert hat.

Die besten 25% der zweiten Staffel (es werden ca 80 sein) können dann am Final über sechs (!) Runden vom 14. bis 19. November in Girona teilnehmen. Lediglich die Top-25 (und geteilten) erhalten die ersehnte Karte für die nächste Saison. Eine echte Monster-Prüfung, welche nur die besten und beständigsten Golfer bestehen.

Und wer dann endlich auf der ET ist, muss sich mit guten Leistungen beweisen: Nur die besten 110 der Order of Merit (Race to Dubai) erhalten wieder eine Tourkarte. Alle anderen müssen wieder in die Qualifying School.

Ein unbarmherziges Prozedere beginnt von neuem! Wer das durchhält, muss von besonderem Holz geschnitzt sein.

Piero Schäfer

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