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Mässiger Auftakt

Drei Schweizer haben das erste Turnier der Challenge Tour absolviert. Einzig Benjamin Rusch hat bei der Barclays Kenia Open in Nairobi den Cut geschafft. Als Stolperstein erwies sich dabei offenbar Loch 9. 

Es dauert immer ein paar Wochen länger, bis die Turnierserie der Challenge Tourbeginnt, umso grösser ist die Spannung, wenn’s dann richtig los geht. Und traditionellerweise macht die Open von Kenya den Auftakt zur Serie der zweiten Liga. Ein Turnier, das sogar einmal einen Schweizer Sieger sah: 1992 gewann hier André Bossert sein erstes Challenge Turnier. 2016 sieht die Schweizer Bilanz nicht ganz so rosig aus, und dies obschon im Gegensatz zu früheren Jahren drei Eidgenossen am Start waren. Die beiden Neoprofis Benjamin Rusch und Joel Girrbach sowie Damien Ulrich. Nicht ganz überraschen schnitt Rusch am besten ab, er war letztes Jahr auf der Pro Golf Tour bester Schweizer.

Der Auftakt gelang dem Ostschweizer mit einer 70er-Runde recht gut. Darauf hätte sich aufbauen lassen, doch leider ging es nachher in die falsche Richtung. Und zwar jeden Tag. Nach 70, folgte eine 71, dann die 73 und am Schlusstag schrieb Rusch eine 74, sodass er in der Rangliste stetig zurückrutschte und schliesslich auf dem 56. Rang landete. Als besonders heimtückisch erwies sich dabei Loch 9, ein 407 Meter langes Par 4, welches Benjamin Rusch (aber auch anderen) sichtlich Mühe bereitete: Einem einzigen Par stehen ein Bogey und zwei Doppelbogeys gegenüber.

Alleine hier hat der Ostschweizer fünf Schläge eingebüsst. Loch 15, ein Par 5 scheint ihm besser gepasst zu haben, da gelangen ihm insgesamt 3 Birdies. Ruschs Kommentar zu seiner Leistung: «Der Platz war anspruchsvoll, da die Fairways sehr eng und die Greens klein und hart waren. Aus dem Rough war es fast unmöglich, Birdie-Chancen zu erspielen. Leider traf ich zu wenige Fairways, und meine Eisenschläge waren noch zu unpräzis um wirklich tiefe Scores zu schiessen. Im Grossen und Ganzen eine Woche in welcher einiges mehr drin gelegen hätte. Ich war ja nach zwei Runden nicht allzu weit weg von einem Top 10 Platz.»

Gewonnen wurde das erste Challenge Turnier der Saison vom Schweden Sebastian Soederberg. Er brauchte 270 Schläge für die vier Runden oder 18 Schläge weniger als Rusch. Zweiter wurde der Franzose Romain Langasque mit 273 Schlägen, Dritter der Deutsche Bernd Ritthammer mit 274 Schlägen. Die beiden anderen Schweizer verpassten den Cut und werden sich auf das nächste der insgesamt 29 Turnier fokussieren müssen. Es findet Ende April in Ägypten statt.

Piero Schäfer

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