Joel Girrbach schnuppert am Sieg

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Joel Girrbach schnuppert am Sieg

Erstmals seit langer Zeit hat ein Schweizer Golfpro am Sieg eines ChallengeTurniers geschnuppert. Joel Girrbach belegte bei der Red Sea Egyptian Challenge im Sokhna Golfclub den zweiten Rang. 

So etwas hat es wohl überhaupt noch nie gegeben: Nach zwei Tagen lagen bei der Red Sea Egyptian Challenge in Aln Sokhna drei Schweizer Pros unter den ersten 13. Und das auf der Challenge Tour. Joel Girrbach lag mit -9 auf dem geteilten dritten Rang. Auf Rang 7 folgte Damian Ulrich, der am zweiten Tag mit einer phantastischen 63 nicht weniger als 97 Ränge gut gemacht hatte. Einzig dem nachmalige Sieger, dem Engländer Jordan Smith, war in der ersten Runde ebenfalls eine solche Superleistung gelungen. Auch Benjamin Rusch hatte in der zweiten Runde überzeugt: Mit einer 67 machte er 33 Ränge gut und kam auf den geteilten 13. Rang.

Am dritten Tag vermochte nur Girrbach den Kontakt zur Spitze zu halten. Er blieb  mit -4 erneut deutlich unter Par und stiess auf Rang 2 vor. Benjamin Rusch schrieb eine 70 und rutschte auf Rang 26 zurück. Die 75 von Damian Ulrich reichte zwar noch für den Cut, doch der Innerschweizer auf Rang 47 zurückgereicht.

Grosse Spannung dann an vierten Tag: Girrbach setzte seine hervorragende Leistung fort und lag nach 12 Löchern sogar in Führung. Neben einem Bogey hatte er ein Eagle und drei Birdies erzielt. Dem 23 Jahre alten Engländer Jordan Smith, der bereits am ersten Tag die Führung übernommen hatte, gelangen dann an Loch 16 und 17 je ein Birdie, womit er sich mit zwei Schlägen von seinen drei härtesten Konkurrenten, Joel Girrbach, dem Engländer Garrick Porteous und dem Österreicher Manuel Trappel absetzte. Benjamin Rusch landete mit -8 auf dem 39. Rang, und Damian Ulrich, der am zweiten Tag sein Potential angedeutet hatte, fiel noch auf Rang 65 zurück. Mit seinem Podestplatz machte Joel Girrbach auch in der Road To Oman (Order of Merit) einen Sprung nach vorne: Er belegt nunmehr den ausgezeichneten 7. Zwischenrang.

Bleibt zu hoffen, dass das gewonnene Selbstvertrauen den Ostschweizer zu weiteren Spitzenleistungen führen wird. Für Schweizer Golfinteressierte entstehen neue Perspektiven: Plötzlich ist es interessant die Ergebnisse der Challenge Tour zu verfolgen!

Piero Schäfer

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