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Henrik Stenson geht unter die Designer

Österakers GC: Nach dem Umbau "Made by Stenson"

Der letztjährige Champion Golfer of the Year – das ist die offizielle Bezeichnung für den Gewinner der Open Championship – schafft sich ein zweites Standbein und plant für die Zukunft. Stenson, der am 5. April seinen 41. Geburtstag feiern wird, gewann auf verschiedenen Profi-Circuits 19 Turniere, in den Jahren 2016 und 2013 die Jahreswertung „Race to Dubai“ und holte sich im gleichen Jahr (2013) auch noch den Sieg im FedEx Cup.

Henrik Stenson wäre nicht der kühl kalkulierende Schwede, der auf dem Platz nur ganz selten strategische Fehler begeht, wenn er trotz grossen Erfolgen als Spieler nicht auch vorwärts blicken würde. „Klar werde ich in den nächsten paar Jahren alles versuchen, um meine Trophäensammlung noch zu erweitern, aber mit dem Aufbau einer hochprofessionellen Designfirma lege ich den Grundstein für die Zeit nach dem Turniergolf,“ sagte der in Florida lebende Vater von drei Kindern, der seit 2014 auch Mitbesitzer des PGA of Sweden National bei Malmö ist.

Das erste Projekt von Stenson wird der Umbau des Österakers Golf Club nördlich von Stockholm. Die beauftragte Firma SOL Golf, die auf den Bau von Golfanlagen spezialisiert ist, liess verlauten, dass man von der Zusammenarbeit mit dem prominenten Neu-Designer begeistert sei. Die bestehende 45-Loch Anlage wird schrittweise überarbeitet und es werden zwei völlig neue 18-Lochplätze entstehen. „Der erste Platz ist bereits im Bau und wird Mitte 2019 eröffnet“, berichtet Stenson. „Der zweite Platz wird im Jahr 2022 fertig werden. So ist sichergestellt, dass für die Mitglieder und Gäste auch während der Bauphase immer ein Platz zu Verfügung steht.“ Zum Komplex gehören selbstverständlich auch moderne Übungsanlagen und ein 9-Loch Par 3 Kurzplatz. Letzteres Konzept liegt Stenson besonders am Herzen. „Golfförderung ist wichtiger denn je und mit solchen Kurzspielanlagen wird der Einstieg in unseren Sport deutlich leichter. Denkbar wäre sogar die Einrichtung von temporären, mobilen Anlagen in Stadtparks oder Schulen. Wir müssen versuchen, das Spiel zu den Menschen zu bringen und nicht umgekehrt.“

Was die Merkmale „seiner“ künftigen Plätze angeht, verweist Stenson auf seine fast 20jährige Erfahrung als Berufsspieler: „Ich habe auf vielen tollen, aber auch schlechten Courses gespielt. Am meisten haben mich die Plätze fasziniert, auf denen Kreativität bei den Schlägen gefragt ist. Gute Beispiele dafür sind der TPC Sawgrass in Florida und der PGA National in Paris. Interessant sind aber auch die Linksplätze, auf denen jeweils die Open Championship ausgetragen wird. Ich strebe also eine Mischung zwischen naturbelassenen und konstruierten Bahnen an und die beiden Plätze in Österakers werden eine Herausforderung für alle Spielstärken werden.“

Text: Peter Hodel

Foto: Österakers Golf Club

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