Ein Superjahr für Bossy
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Happy Holidays

Das Jahr 2016 war reich an Highlights. Vier „Newbies“ holten sich eines der prestigeträchtigen Majors. Golf nach 112 Jahren wieder olympische Disziplin und dann noch der Ryder Cup, den die US Amerikaner mit einer überzeugenden Leistung nach acht Jahren wieder einmal gewinnen konnten.

Wir hoffen natürlich, dass auch Sie in der vergangenen Saison den einen oder anderen persönlichen Erfolg feiern konnten. Und welche Ziele haben Sie nächstes Jahr im Auge? Das Handicap verbessern, endlich den Slice loswerden oder den Schlag aus den Greenbunkern meistern? Wir haben ein paar Tipps für ein Coachingteam zusammengestellt, das Ihnen bei der Vorbereitung auf die Saison 2017 weiterhelfen wird – und Sie müssen dafür nicht gleich ein Budget wie ein Tourspieler einplanen.

Schwungtrainer

Jeder Pro hat einen und auch Hobbyspieler sollten regelmässig ihren Schwung überprüfen, denn im Verlauf einer Saison können sich (oft unbemerkt) Fehler einschleichen. Im Winter ist der richtige Zeitpunkt um in Ruhe daran zu feilen. Die Golflehrer verfügen heute über die modernsten Hilfsmittel – „da werden Sie geholfen…“. Buchen Sie ein paar Lektionen, erklären Sie dem Pro wo es hapert, damit er weiss wo ansetzen und dann gilt: Konzentriertes und regelmässiges Training, lieber in kurzen Einheiten und nicht hunderte von Bällen „wegklopfen“. Geben Sie nicht auf, wenn sich der Erfolg nicht schon nach drei oder vier Trainingseinheiten einstellt. Neue Bewegungsmuster zu verankern braucht Zeit – was glauben Sie, wie lange Giulia Steingruber braucht um einen neuen Sprung oder Übungsteil zu perfektionieren…?

Einen Golflehrer in Ihrer Nähe finden Sie unter www.swisspga.ch/de/golf/golflehrerundkurse

Fitnesstrainer

Niemand erwartet, dass Sie stundenlang Gewichte stemmen wie Rory oder Rickie. Buchen Sie einen Personal Trainer (das geht auch ohne Mitgliedschaft in einem Fitnesscenter) und lassen Sie sich ein Trainingsprogramm für zu Hause zusammen stellen. Am wichtigsten sind Übungen zur Stärkung der Bein- und Rumpfmuskulatur und dazu ein paar Stretchingübungen. Für ein wirkungsvolles Workout benötigen Sie nur 10- 15 Minuten täglich (das geht sogar während der Nachrichtensendung oder der Lieblings-Sitcom) und auch wenn Sie es nur vier bis fünfmal pro Woche schaffen, werden Sie den Ball im Frühjahr weiterschlagen – und das ohne härter draufzuhauen.

Mentaltrainer

Ich kann es schon hören: „Jetzt hat er nicht mehr alle Spikes an den Schuhen! Mentaltraining für Freizeitspieler?“ Tatsache ist, dass wir alle auf jeder Runde Schläge liegen lassen und das nicht nur wegen falscher Schlägerwahl oder einem Schwungfehler, sondern weil ein Fehler im Kopf passiert. Ein Beispiel gefällig? Sie lagen im tiefen Rough und statt nun den Ball auf dem kürzest möglichen Weg ins Spiel zurückzubringen haben Sie versucht, doch noch fünfzig oder hundert Meter Distanz zu machen… Nun müssen Sie nicht gleich einen Psychologen engagieren. Das Buch „der 15. Schläger“ von Dr. Bob Rotella* enthält eine ganze Reihe von hilfreichen Tipps mit denen Golfer jeder Spielstärke ihr Potenzial voll ausschöpfen können.

*Bob Rotella ist einer der bekanntesten Sportpsychologen der unter anderem mit Weltklassespielern wie Pádraig Harrington, Nick Price und Davis Love III gearbeitet hat und auch als Unternehmensberater tätig war. Das Buch „Der 15. Schläger“ ist erhältlich bei www.orellfuessli.ch. ISBN 978-3-7679-0934-2.

Putting-Trainer

Die Puttingbewegung ist wesentlich einfacher als der volle Schwung und wenn Sie nicht gerade an einem akuten Fall von „Yipps“ leiden, können Sie Ihr eigener Coach sein. Sollte es draussen zu kalt sein, besorgen Sie sich eine Puttingmatte und üben Sie zwei- bis dreimal pro Woche etwa 10 Minuten. Konzentrieren Sie sich dabei vor allem auf die kurzen Putts (1.5- 2.5 Meter), das sind die entscheidenden Längen die Sie auch auf dem Platz lochen sollten.

Wenn Sie Motivation brauchen legen sie eine einmal zusammengefaltete 10er Note im Abstand von  – Länge beliebig wählen – auf die Puttingfläche. Immer wenn der Ball nach drei oder fünf Versuchen hinter einander darauf liegen bleibt,  wandert die Note in ein Kässeli für eine Neuanschaffung oder einen Golftrip. Sprechen Sie solche „Ausgaben“ aber vorher besser mit ihrer Partnerin oder Ihrem Partner ab, als Single auf den Platz zu gehen macht nicht so viel Spass…

Text: Peter Hodel

Foto: Coeur d’Alene Resort

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