Spieth gewinnt nach Achterbahnfahrt und ein Uralt-Rekord wird gebrochen
1. August 2017
Solheim Cup 2017: Team USA triumphiert
4. September 2017

Golf de Falgos

Golf de Falgos aus der Adlerperspektive

Pyrenäen: Das ist doch die Region, in der die Fahrer an der Tour de France jeweils scheinbar endlos-steile Aufstiege und schwindelerregend rasante Abfahrten zu bewältigen haben. Eine wilde, noch immer fast unberührte Landschaft zwischen Frankreich und Spanien mit einigen über 3000 Meter hohen Gipfeln, in der ausser Weidewirtschaft mit Ziegen, Schafen und Rindern nicht viel los zu sein scheint.

Doch inmitten der steilen Berge mit grossen Mischwäldern in denen noch ein paar Braunbären, Bartgeier, Adler und andere seltene Tierarten leben, liegt ein kleines Resort mit einem Golfplatz, das vollkommene Ruhe und atemberaubende Aussichten bietet. Zugegeben, die Anfahrt ist nicht gerade komfortabel, ab Perpignan ca. 1½ Stunden und auf den letzten 10 Kilometern schmale Strassen mit wenig Ausweichstellen und dafür umso mehr engen Kurven. Am Ende der Strasse – weiter geht’s wirklich nicht mehr – auf dem Hochplateau angekommen, werden Golfspielende aber kaum den Start abwarten können. Die Landschaft, überragt vom 2785 Meter hohen Pic du Canigou, auf dem manchmal bis in die Sommermonate noch Schnee liegt, ist schlicht grandios.

Der sehr hügelige Platz ist zwar scheinbar kurz – nur 5177 Meter von den Backtees – verlangt aber konditionell und spielerisch einiges ab. Platz ist in dieser Berglandschaft knapp und so wurde die Driving Range eben kurzerhand mit einem Rugbyplatz kombiniert, auf dem sich die französische Nationalequipe auch schon auf Weltmeisterschaften vorbereit hat. Die Fairways sind eng, es geht fast ständig auf und ab, die Greens sind klein und einige blinde Schläge machen die Aufgabe auch nicht einfacher. Zudem spielt sich beispielsweise das 7. Loch, ein 463 Meter langes, bergauf verlaufendes Par 5, natürlich deutlich länger. Die Kompensation kommt dann dafür an der Neun: 450 Meter hinunter zur Wende und der Drive von weit oben sorgt für einen besonderen Spassfaktor.

Trotz der Höhenlage – das kleine, gemütliche Hotel liegt auf 1100 m.ü.M – war der von Alain Dehay Anfang der 1990er Jahre angelegte Platz bei unserem Besuch in ausgezeichnetem Zustand. Wer mit den üppigen Höhenunterschieden zu Fuss nicht so gut zurecht kommt, kann die Runde auch mit einem Buggy absolvieren und für Entspannung nach der Kraxelei steht den Gästen ein kleiner Spa mit Sauna, Hamam und Massage- und Beautyangeboten zu Verfügung.

http://www.falgos.com/

Text: Peter Hodel
Foto: Domaine de Falgos

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.