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Fairways to Heaven

Susan Brown mit dem Birdiebuch "Fairways to Heaven" vor der Kulisse von Royal Dornoch

Royal Dornoch – der Name weckt Sehnsüchte nach den schottischen Highlands. Der Platz liegt so weit nördlich, dass man im Hochsommer nach acht Uhr abends am ersten Abschlag aufteen und die Runde dennoch bei guten – und irgendwie auch magischen – Lichtverhältnissen beenden kann. Vor einem Jahr feierte die kleine, rund eine Autostunde von Inverness entfernten Stadt 400 Jahre Golfsport und das veranlasste Reverend Susan Brown von der Church of Scotland einem speziellen Projekt.

Die 58jährige Pfarrerin, seit 20 Jahren Mitglied im Royal Dornoch Golf Club, ist der Überzeugung, dass man beim Golfspiel Körper, Geist und Seele trainiert und dass das Spiel für viele auch eine spirituelle Komponente beinhaltet. Sie ging deshalb zu verschiedenen Tageszeiten über den Championship Course – der Club verfügt mit dem Struie Course noch über eine weitere 18-Lochanlage – und notierte sich ihre Gedanken, die unter dem Titel „Fairways to Heaven“ (in Anlehnung an den Hit von Led Zeppelin „Stairway to Heaven“) in den Course Guide einflossen.

Am Eröffnungsloch gibt es von Reverend Brown folgenden Tipp: „Nehmen Sie einen tiefen Atemzug, geniessen Sie die noch leere Scorekarte und denken Sie an all die Möglichkeiten, die vor Ihnen liegen.“ So erhalten Einheimische und Besucher über die ganze Runde kleine, hilfreiche Hinweise. Am 6. Loch lautet die Anregung zum Beispiel: „Vorsicht, ein Bunker lauert, der die Bälle magisch anzieht. Wählen Sie den Schläger mit Bedacht und denken Sie an die Entscheidungen, die Sie im Leben getroffen haben. Sie müssen mit den Konsequenzen leben!“

Das rund 400 Meter lange 14. Loch mit dem treffenden Spitznamen „Foxy“ (listig, schlau) wird von vielen Kennern als eines der besten Par 4 der Welt gerühmt. Ein Doppel-Dogleg, ohne Bunker, aber mit einem quer zur Spielrichtung verlaufenden, erhöhten Green ist ein Härtetest für Golfende jeder Spielstärke. Hier meint Pfarrerin Brown: „Nehmen Sie die Herausforderung an. Das Leben ist zu kurz, um nicht ab und zu die eigenen Grenzen zu testen.“

Am 18. Abschlag schliesslich erhält man den klugen Rat: „Denken Sie daran, wie viele Menschen in den vergangenen 400 Jahren hier standen. Egal ob Sie eine grossartige oder schlechte Runde hatten, seien Sie froh, dass Sie die Kraft zum Spielen aufbrachten und danken Sie für die Gesellschaft und die malerische Landschaft.“

Neil Hampton, der General Manager des Clubs, dem 1907 von König Edward VII das Prädikat „Royal“ verliehen wurde, findet das spezielle Birdiebuch von Pfarrerin Brown eine tolle Idee: „Die Anregungen helfen allen Spielenden über Golf, die wundervolle Kulisse von Dornoch und über das Leben im allgemeinen nachzudenken.“

Mehr Informationen unter: www.royaldornoch.com

Text: Peter Hodel
Quelle: Helma Scheffler Public Relations
Foto: Paul Campbell, Church of Scotland

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