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Erstes Schweizer Golfforum: Zuversicht und Hoffnung

Aus allen Landesteilen waren Golfsportinteressierte nach Bern gefahren, um am ersten Schweizer Golfforum teilzunehmen. Die zwei Tage Ende April liessen erkennen, dass die Verbände und weitere Protagonisten der Branche gewillt sind, neue Wege zu gehen. 

Alles, was in der hiesigen Golfbranche Rang und Namen hat, war nach Bern gereist, um am ersten Schweizer Golf Forum unter dem Dach der ASG, ASGI und ASG Golfcard Migros teil zu nehmen. Die zweitägige Veranstaltung begann mit amüsanten und auflockernden Einlagen des Golfers und schweizweit bekannten Moderators Frank Baumann. Er verstand es glänzend, die von überall her angereiste Golfprominenz anzusprechen und den Fokus sowie die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Themen zu lenken.

Auf dem Programm standen neben einem Referat des Zukunftsforschers Georges T. Roos über Megatrends der nächsten 20 Jahre, Vorträge aus der praktischen Golfwelt (Golf Albis, Golfpark Holzhäusern und Golf Club Lausanne) aber auch Vorträge von ASGI Chef Pascal Germanier und ASG Präsident Jean Marc Mommer.

Die Diskussions-Runden in Gruppen gaben dann den Teilnehmenden die Möglichkeit, die Protagonisten des Schweizer Golfsports, die ASG, die ASGI, die ASG-Golfcard Migros und die Swiss PGA zu befragen. Verschiedene Aussagen sorgten für Nachdenklichkeit, andere liessen aufhorchen und zeigten auf: Es geht endlich etwas in der Schweizer Golfszene. Allen voran manifestiert die ASG mit ihrem Engagement am Forum den Willen, den Golfsport in der Schweiz besser zu vernetzen und vorwärts zu bringen. So sollen Fragen und Themen, die im Rahmen des Forums auftauchten, im Mai in einem zweitägigen Workshop verdichtet und ein Aktionsplan entwickelt werden. Eine der neuen Ideen, Golf 15, konnten Teilnehmer im Golfpark Moossee anlässlich eines 6-Loch Wettkampfs selbst erproben (vergleiche unser Interview mit Yves Ton-That). Faszinierend auch die Golf Revolution 9 von Stefan Blöcher aus Deutschland. Mehr zu dieser Idee werden Sie im Mai bei uns erfahren. Sie können gespannt sein auf diese Revolution, die von Deutschland her vielleicht auch bald die Schweiz erreicht.

Ein Interview mit Fabienne in Albon, der aktuell einzigen für die olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro qualifizierten Golfspielerin der Schweiz rundete den Tag ab, und Abends wurden das Networking und die Gespräche in den Tiefen des Kornhauskellers weitergeführt. Am zweiten Tag präsentierte Simone Ringhenzi die Arbeit von Swiss Olympic, und der neue ASG-Sportdirektor, Paolo Quirici, informierte über der Weg nach Rio sowie die Grundlagen der neuen Ausrichtung der ASG im Wettkampfsport.

Golfpro Mischa Peter zeigte die Arbeit und die Zukunft der Swiss PGA auf und erläuterte, was zu tun ist.

Alles in allem waren die Reaktionen der Teilnehmenden sehr positiv, auch wenn einige kritische Stimmen zur bisherigen Arbeit der ASG laut wurden. Die Aufbruchstimmung und die Hoffnung, dass nun endlich einmal ein Schub nach vorne stattfindet und die Vernetzung, der Austausch und die Gespräche nicht ins Leere laufen, überwiegen und stimmen durchaus ein bisschen euphorisch. Die ASG und ihre Vertreter und Partner werden die Ärmel kochkrempeln müssen. Es stehen 2016 nicht nur die olympischen Spiele an, sondern es wird im April 2016 erneut ein Forum stattfinden. Bis dann wird die ASG aufzeigen müssen, was konkret in den 12 Monaten erreicht worden ist.

Ursin Mirer

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