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Die unglaubliche Überlegenheit der koreanischen Golferinnen

An der Weltranglistenspitze der Ladies steht zwar eine Neuseeländerin, doch die Golferinnen aus Korea sind in der Weltrangliste drückend überlegen: Fast die Hälfte der besten 50 Proetten kommen aus diesem Land. 

Die Weltrangliste der GolferInnen ist zweifellos ein Spiegel der Qualität der erfassten Vertreterinnen und Vertreter. Je mehr SpielerInnen aus einem Land kommen, desto höher die Breitenqualität. Im Moment sieht dies für die Athletinnen anderer Länder eher trist aus, befinden sich doch unter den Top 50 der Weltrangliste nicht weniger als 21 Koreanerinnen! Das sind mehr als doppelt soviele wie aus den USA (10). Als nächste folgen die Japanerinnen mit vier Vertreterinnen. Alle übrigen unter den Top-50 erfassten 13 Nationen sind lediglich mit zwei oder einer Spielerin vertreten. Zu denken geben muss das vor allem den Verbänden aus Ländern mit grosser golferischer Tradition: Bloss zwei Spanierinnen und Australierinnen und sogar nur eine Engländerin und eine Schwedin figurieren in dieser Aufstellung.

Diese Überlegenheit der Asiatinnen ist nicht neu: Bereits Mitte letzten Jahres waren 20 ihrer Vertreterinnen unter den Top 50. Damals waren neben den Koreanerinnen 15 weitere Nationen vertreten. Darunter die USA mit 13 Golferinnen. Ausser den Japanerinnen, die ihre Präsenz von eins auf vier erhöht haben, blieben die anderen Nationen praktisch gleichauf. Nicht mehr vertreten sind Deutschland, Paraguay und Schottland. Neu dazu gekommen ist Südafrika.

Die Überlegenheit der Koreanerinnen wirkt sich natürlich auch auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen aus: Als einzige Nation stellen sie vier Kandidatinnen, weil vier ihrer Vertreterinnen in den Top-15 der Weltrangliste stehen. Die USA sind mit zwei Golferinnen vertreten, alle übrigen neun Länder der Top-15 stellen je eine Vertreterin in der Liste der direkt Qualifizierten. Ab Rang 16 der Weltrangliste darf dann jedes Land maximal zwei Vertreterinnen delegieren. Unter ihnen erfreulicherweise ja auch die beiden Schweizerinnen Fabienne In-Albon und Albane Valenzuela.

Piero Schäfer

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