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Das Ernie Els Drama

Ein Dreiputt ist selbst für Amateure ärgerlich. Was Ernie Els beim Masters passiert ist, zeigt, wie unberechenbar das Spiel mit dem kleinen weissen Ball ist. Vor allem auf dem Grün. Der Südafrikaner brauchte sieben Putts, um einzulochen. 

Zwei Kühe stehen neben einem Golfplatz. Fragt die eine: «Weiss du, was die da machen?» «Klar, die spielen Golf.» «Und, worum gehts da?» «Im Detail weiss ich es auch nicht, ich weiss bloss, dass der Ball nicht ins Loch darf.»

Wie recht die Kuh hatte, konnte man am zweiten Aprilwochenende wieder einmal  erleben. Nicht bei einem Clubturnier irgendwo auf dem Land, sondern beim Masters in Augusta. Und, es traf nicht einen nervösen Rookie oder einen überforderten Amateur, sondern Superstar Ernie Els.

Auf Loch 1, einem Par 4 puttete der Südafrikaner aus ca. 80 Zentimer zum Par. Klare Sache, dachte man. Doch dann dies: Nachdem er den Birdieput (1) zu kurz gelassen hatte, verschob er den Parputt (2). Der Ball ging links am Loch vorbei. Der Bogeyput (3) aus vielleicht 50 Zentimetern verfehlte das Loch ebenfalls, beim Doppelbodeyput (4) dasselbe Bild. Els verwarf die Hände und schob die weisse Kugel abermals vorbei (5), diesmal rechts. Der nachfolgende Putt (6) aus ca. 30 Zentimetern lippte aus, und erst Putt Nummer 7 landete im Loch. Der Star schrieb an seinem ersten Loch eine glatte 9. Bei einem Stablefordturnier hätte er den Ball aufnehmen müssen. Dass so etwas einem routinierten Spieler wie Big Easy passiert, ist schon aussergewöhnlich.

Die Frage ist bloss, soll man sich jetzt an dem Beispiel trösten oder hoffen, dass das einem selbst nie passsiert…

Piero Schäfer

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